Mittelmässige Leistungen schönreden
„Eine 4 ist doch noch genügend." „Andere sind auch nicht besser." „Das wird sich schon geben."
Solche Sätze hören wir oft – und sie wirken beruhigend. Doch sie lenken vom eigentlichen Problem ab: Stabile, aber mittelmässige Noten sind kein Zeichen von Sicherheit – sondern ein Warnsignal.
Was dabei häufig unterschätzt wird
- Selbstwertgefühl leidet, wenn Kinder merken: „Ich komme kaum mit, egal wie ich mich bemühe."
- Lernmotivation sinkt, wenn Erfolge ausbleiben und Anstrengung nicht belohnt wird
- Zukunftsperspektiven werden eingeschränkt, besonders bei Übergängen (Sek/Gymi, Berufsfindung)
- Lernlücken verfestigen sich, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und aufgearbeitet werden
Warum abwarten gefährlich ist
- Mittelmässige Leistungen bleiben selten konstant – sie kippen bei steigenden Anforderungen
- Je länger man zögert, desto grösser wird der Aufholbedarf
- Das Kind verinnerlicht: „Mehr ist für mich halt nicht drin." – ein fataler Glaubenssatz
- Frühzeitige Hilfe wirkt dreifach besser als späte Feuerwehraktionen



